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Arbeitsgebiete
Atlantischer Küstenregenwald
Eine in der Welt einzigartige Vegetationsformation in Hinsicht auf biologische Vielfalt und
landschaftliche Schönheit. In der Vergangenheit erstreckte sich der Küstenregenwald über
15% des brasilianischen Territoriums mit etwa 1,3 Millionen km 2 . Sie durchlief 17 brasilianische
Bundesländer, die an der Küste von Rio Grande do Sul bis Rio Grande do Norte liegen, daneben
im Westen die Bundesländer Mato Grosso do Sul und Goiás.
Der Lebensraum stellt eines der komplexesten Ökosysteme des Planeten dar und gilt als eines der
25 am stärksten bedrohten Gebiete mit höchster Priorität für die Umwelt.
Biologische Vielfalt – oder Biodiversität- ist die Vielfalt an Genen, Arten und Umwelt, die in
einer bestimmten Region angetroffen wird. Der atlantische Küstenregenwald verfügt unter allen Wäldern
der Erde über die höchsten Indizes an Biodiversität. Man geht von mehr als 10.000 Pflanzenarten aus,
etwa 620 Vogelarten, 261 Säugetierarten und Amphibien.
Im Biom (Lebensraum) des atlantischen Küstenregenwaldes arbeitet die SPVS im Landschaftsschutzgebiet
(APA) der Gegend um Guaraqeçaba, an der Nordküste Paranás. Diese Gegend, die noch beachtliche
Waldstücke in gutem Erhaltungszustand vorweist, ist Teil des größten verbliebenen zusammenhängenden
Blockes des atlantischen Küstenregenwaldes Brasiliens.
Araukarienwälder
Durch ihre beeindruckende Schönheit und Bedeutung der biologischen Vielfalt bekannt, bilden die Araukarienwälder
einen Lebensraum, der nur im Süden Brasiliens existiert, davon mit dem größten Anteil in Paraná. Aber von den ursprünglich
8 Millionen Hektar an Araukarienwald sind nur noch etwa 60.000 Hektar (0,8 %) in einigermaßen gutem Erhaltungszustand verblieben.
Der Baum, der dem Wald den Namen gibt – ein Symbol Paranás – sticht deutlich aus der Vegetationsformation hervor.
Die Bedeutung dieser Kiefernart (Araucaria angustifolia) für die Natur wird klar, wenn man sieht, was unter ihren
Kronen existiert. Zusammen mit der Gralha Azul (Cyanocorax caeruleus) und dem Tucano-de-bico-verde (Ramphastos dicolorus)
und Cutia (Dasyprocta prymnolopha), lebt die Araukarie mit anderen, für das Ökosystem wie wirtschaftlich gleich wichtigen
Bäumen wie Imbuia, Canela, Guamirim, Pitangeira und dem Mate- Baum.
Gewerbliche Ausbeutung verbrauchte einen der größten Reichtümer Paranás. Das planlose Abholzen entleerte die Waldregionen
und an ihrer Stelle entstanden große Flächen für Landwirtschaft, Viehzucht und verarme Wälder. Als Folge verfügt Paraná heute
nur noch über 0,8 % seiner ursprünglichen Araukarienwälder in gutem Erhaltungszustand, wie die FUPUF (Fundação de Pesquisas
Florestais der Bundesuniversität zu Paraná) im Jahr 2001 feststellte.
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