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Geschichte
Die SPVS wurde von einer Gruppe junger Menschen – Studenten und Hochschulabgänger –
ins Leben gerufen, die sich beruflich der Sache des Naturschutzes verpflichteten.
Im Jahr 1984, als es noch sehr wenige Nicht-Regierungs-Organisationen im Umweltbereich
Brasiliens gab, gründeten sie die Institution. Zu der Zeit war die Mitteleinwerbung für
Naturschutzbelange eine fast unlösbare Aufgabe.
Die ersten Arbeiten wurden auf Freiwilligenbasis der Gruppe durchgeführt und bezogen
sich auf Ansätze der Umwelterziehung in der Stadt Curitiba. Aber schon in den ersten Jahren
ihrer Geschichte dehnte die SPVS ihre Aktivitäten auf Gemeinden in der Küstenregion von Paraná
aus und arbeitete dort mit Regierungsstellen und Unternehmen. Die Organisation führte schon mehr
als 100 Projekte durch und dies in bis zu acht Bundesländern.
Ab 1991 konzentrierten sich die Aktivitäten de SPVS vor allem auf das Landschaftsschutzgebiet
(APA) um Guaraqueçaba. Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Fläche von 314.000 Hektar und umfasst
den gesamten Landkreis Guaraqueçaba und Teile von Antonina und Paranaguá an der nördlichen Küstenregion
von Paraná, dazu Campina Grande do Sul auf der ersten Stufe des paranaensischen Hochlandes. Es liegt
genau inmitten des größten zusammenhängenden Blockes des Küstenregenwaldes, das noch in gutem Erhaltungszustand
ist. Mit seiner bemerkenswerten landschaftlichen Schönheit und äußerst reichhaltiger biologischer Vielfalt
(Biodiversität) stellt es einen von zwei verbliebenen „Flecken“ der ursprünglichen Waldbedeckung Paranás dar
(die andere Region liegt in der Gegend um die Wasserfälle von Iguaçu, am westlichen Rand von Paraná).
Im Jahr 1999 konnte die SPVS einen großen Schritt zur Verstärkung ihrer Aktivitäten im Raum
von Guaraqueçaba machen. Es gelang der Institution, eine Finanzierung zur Implementierung von
drei langfristigen Projekten zu bekommen, die den Erwerb von degradierten Flächen zur forstlichen
Wiederherstellung beinhalten. Das bedeutet: Wiederaufforstung durch Anpflanzen nativer Arten.
Zusätzlich werden mit den umliegenden Gemeinden solche alternative Einkommen schaffende Maßnahmen
erarbeitet, die mit Naturschutz in Einklang stehen. Diese Projekte haben zudem das Ziel, dem Phänomen
der globalen Erwärmung entgegen zu wirken. Durch den Prozess der Photosynthese können Bäume im Wachstumsstadium
der Atmosphäre überschüssiges Kohlendioxid (CO2) entziehen, welches die Erwärmung begünstigt.
Die Ernsthaftigkeit und erfolgreiche Vergangenheit der SPVS machten die SPVS zu einer der
wesentlichen im Umweltschutz agierenden NROs Brasiliens. Durch die Arbeitsergebnisse, welche die
Organisation in 20 Jahren akkumulieren konnte, ist die Institution ein Modell für Aktivitäten im
Umweltschutz und für das Management von natürlichen Ökosystemen.
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